2007 haben Forscher der Mid Sweden University erstmals ein Papier vorgestellt, das bei Berührung digital gespeicherte Audioinhalte wiedergibt. Hinter dieser Technik steckt eine leitende Spezialtinte bestehend aus Silberpartikeln. Optik und Haptik entsprechen der von Papier, die Technik verleiht dem Material aber zusätzlich elektronisch, interaktive Funktionen.  Zwischen dem sichtbaren Motiv und einer drei Zentimeter dicken Schicht aus Karton befindet sich ein weiteres Blatt Papier, das mit der leitfähigen Tinte bedruckt ist, über eine einfache Elektronik verfügt sowie an eine Stromquelle angeschlossen ist.

Ende vergangenen Jahres haben zwei Forscher an der japanischen Keio Universität eine Technologie namens „Polychrome Paper Computing“ vorgestellt, die nach einem ähnlichen Prinzip wie dem der schwedischen Kollegen funktioniert. Durch Berührung erkennt ein hinter dem Papier angebrachter Kupfer-Detektor die veränderte Leitfähigkeit (ähnlich einem kapazitiven Display). Eine aufgebrachte Silberpaste agiert als Elektrode und als Heizelement dient eine Kohlenstoffpaste. Durch Berührung kommt ein chemischer Prozess in Gang, der eine temperaturempfindliche Farbe erhitzt. Dadurch verändern sich ihre reflektiven Eigenschaften und und es entsteht ein neues Bild.

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