Camille Ortoli, französische Papierkünstlerin suchte für ein Projekt von Nina Ricci Pérfumes ein Papier für florale Papierskulpturen. Mit dem Hahnemühle Rice Papier ließen sich Ihre Vorstellungen perfekt umsetzen.

Aus feinstem Künstlerpapier kreiert Camille Ortoli Werbedekorationen in 2D und 3D unter anderem für Schaufenstergestaltungen von weltweit bekannten Luxushäusern. Mehr Informationen zu Camille und Ihrer Arbeit im nachfolgenden Interview:

Camille Ortoli, was genau macht ein Papier Designer?
Ein Papier Designer arbeitet mit Papier in all seinen Formen. Papier ist wandelbar es wird geschnitten, gebogen, gekrümmt, geklebt, geformt oder in vielen anderen Arten verarbeitet, einzig und allein um eine Dekoration, eine Architektur oder ein Ambiente zu schaffen.

In welchen Bereichen werden Papierskulpturen benötigt?
Sie werden in sehr unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, für Schaufensterdekorationen, Ladenausstattung; aber auch für Veranstaltungen zum Beispiel in Showrooms, bei Modeparaden oder Partys. Die Werbung unterstützen sie als Szenenbild oder Display und auch in der Haute Couture kommen Papierskulpturen oft vor.

Wie sind Sie zu dieser Kunstform gelangt? Gibt es eine spezielle Ausbildung zum Papier Designer?
Es gibt keine spezielle Ausbildung zum Papier Designer. Einige (Kunst-)Schulen arbeiten neben anderen Materialien verstärkt auch mit Papier, so kann jeder seine Affinität zu einem Material entwickeln. Soweit es mich betrifft, habe ich grafische Kunst an der EPSAA studiert. Während meines Studiums habe ich meiner Schwester Solène Ortoli, Bildende Künstlerin, bei einigen Projekten für die Agentur Solab geholfen, die Dekorationen für Videoclips aus Karton und Papier erstellen. Seitdem bin ich dem Papier verfallen und erstellte alle meine Skulpturen für Schulprojekte erst aus Papier, dann fotografiere ich sie und überarbeite sie digital.

Was ist für Sie das faszinierende am Material Papier? Haben Sie eine besondere Verbindung zum Papier, wie der Maler zu seiner Farbe?
Diese Arbeiten verlangen viel Geduld, und die Gestaltung meiner Skulpturen beruhigt mich. Aber was mich stört, ist die Zerbrechlichkeit. Man muss es sehr sorgfältig behandeln und wissen, wie es reagiert; aber wenn man diese Eigenarten berücksichtigt ist es ein sehr solides und starres Material.

Warum nutzen Sie Hahnemühle Papiere für Ihre Arbeiten? Aufgrund ihrer Funktionalität bei jeweiligen Projekten oder Ihrer persönlichen Affinität?
Ja, es hängt vom Projekt ab. Ich wähle das Papier unter anderem aufgrund seiner Grammatur aus. Je kleiner die Skulptur umso dünner muss das Papier sein, es lässt sich dann einfacher schneiden und bearbeiten.

Wer entscheidet die Papierwahl bei Projekten? Sie oder der Kunde? 
In der Regel verlassen sich die Kunden bei weißem Papier auf mich und meine Erfahrungen mit dem Papier. Bei farbigen Papieren schlage ich den Kunden verschiedene Papiere vor und wir wählen es gemeinsam aus.

Welche Schritte gibt es bei der Erstellung der Papierskulptur?
Zuerst entsteht die Skulptur nur in meinem Kopf. Diese bringe ich dann aufs Papier und erstelle digital eine Grafik im Adobe Illustrator. Sobald der Kunde und ich zufrieden sind mit dem Projekt, beginnt für mich der Lieblingsteil der Arbeit: ich schneide, knicke, biege und verbinde alles zu einem Ganzen.

Woher nehmen Sie Ihre Inspiration? Aus der Pariser Architektur oder aus Eindrücken aus anderen Städten?
Ja, die Architektur fasziniert und inspiriert mich zugleich. Im Moment arbeite ich an einem Projekt inspiriert von der Haussmannischen Architektur. Ich liebe es, alle Details und Elemente aus Papier nachzustellen. Details vervollständigen meine Skulpturen und schmücken sie aus.

Wie groß werden die Arbeiten Ihres neuen Projekts sein?
Ich habe Gebäude von 80 cm Höhe erstellt. Die kommenden Skulpturen, die ich für eine Ausstellung anfertige sind doppelt so groß, haben aber das selbe Augenmerk auf die Details.

Was sind die Schwierigkeiten, wenn man mit Papier arbeitet?
Bei Rotunden, Zylindern und Säulen benötigt man eine gute Technik, da das Papier leicht beschädigt werden kann.

Was wäre dein größter Traum als Papier Designer?
Ich würde gerne größere Skulpturen für Events oder Schaufenster kreieren. Zudem wäre es mein Traum ein Team zusammenzustellen, welches mit mir an großen maßstabsgetreuen Projekten arbeitet. Mit den fertigen Exponaten würde ich gerne um die Welt reisen und mit Künstlern vor Ort arbeiten.

Möchten Sie Ihre Erfahrungen und Ihr Know-how teilen?
Natürlich! Bereits jetzt kontaktieren mich Kunststudenten und bitten mich mit Ihnen zu trainieren. Im Moment halte ich es jedoch noch für verfrüht. Doch später, wenn ich ein Team zusammengestellt haben, freue ich mich mit Ihnen mein Wissen und meine Arbeiten mit Ihnen zu teilen.

Vielen Dank Camille Ortoli für das Gespräch! 

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