Ein erstklassiges Orchester zeichnet sich durch perfektes Zusammenspiel der Instrumente aus. Die agierenden Musiker treten in den Hintergrund. Der Konzertbesucher erwartet ein akustisches Erlebnis; optische Eindrücke spielen eine untergeordnete Rolle. So mag es verwundern, dass die Deutschen Kammerphilharmonie Bremen Gegenstand einer eigenen Ausstellung ist.

Zu verdanken ist dies der Julia Baier, die das Ensemble seit 15 Jahren fotografisch rund um die Welt begleitet. Ihre Arbeiten gewähren Blicke hinter die Kulissen. Die Strapazen einer Konzertreise und die Konzentration eines Musikers vor dem großen Auftritt werden ebenso spürbar wie die Freude am Musizieren. Bei manchen Bildern gewinnt der Betrachter den Eindruck, dass Töne sichtbar werden. Höchste Dynamik und Dramatik wechseln sich ab mit Momenten der Stille. Die Menschen hinter der Musik rücken ins Zentrum, aber auch scheinbar Banales wie Kabelsalat und Instrumentenkoffer.

(c) Ulrich von Behr

(c) Ulrich von Behr

Rund 100 Schwarz-Weiß-Motive hat die Fotografin selbst Stück für Stück in Fineart Inkjetverfahren gedruckt. Als Druckmedium hat Julia Baier Photo Rag® Baryta gewählt und sagt: „Photo Rag® Baryta von Hahnemühle hat für mich zwei wunderbare Eigenschaften: Es verleiht Schwarz-Weiß und Grautönen eine sehr angenehme Tonalität, ohne einen Farbstich zu entwickeln. Und es gibt die Tiefe eines Bildes so gut wieder, dass sie der Brillanz des analogen Barytabzuges sehr nahe kommt.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. September im Fockemuseum Bremen zu sehen.

Hinterlasse einen Kommentar

Ihre Mailadresse wird nicht publiziert. Pflichtfelder sind mit * markiert.

löschenSenden