„Wenn Deine Bilder nicht gut genug sind, bist Du nicht nahe genug dran“, sagte einmal Robert Capa, Mitbgeründer der Fotografen-Agentur Mangnum Photo. Marcus Bleasdale ist einer der weltweit führenden Dokumentarfotografen, der ganz nah an sozialen, ethnischen oder wirtschaftliche Konflikten auf der ganzen Welt dran ist und dafür die Robert Capa Medaille 2015 in Gold erhielt. Mit seiner eindringlichen Reportagefotografie erreicht er die Entscheidungsträger und Politiker auf der ganzen Welt und versucht ihr Handeln zu beeinflussen.

Seine Bilder über Menschenrechte und weltweit schwelende Konflikte wurden mit renommierten Preisen geehrt und u.a. im US-Senat, den Vereinten Nationen und den Houses of Parliament in Großbritannien, bei Fotofestivals und im Friedensnobelpreis-Zentrum in Oslo (Norwegen) gezeigt. Bleasdales Arbeit werden regelmäßig im New Yorker, in der New York Times, The Sunday Times, The Telegraph Magazine, Stern, Le Monde, TIME Magazine, Newsweek und National Geographic u.a. publiziert.

„Hundert Jahre der Finsternis“ (2002) und „The Rape of a Nation“ (2009) sind die Titel seine Fotobücher über Afrika und dokumentieren die Missachtung der Menschenwürde, die Ausbeutung, Armut, Korruption und das Missmanagment.

Er arbeitet fortlaufend für Art Works Projects, NGO und ist Gründungsmitglied der Kongo Kids Initiative. Zwischen seinen Reisen, Vorträgen und Workshops nahm er sich die Zeit, um unsere Fragen zu beantworten.

Wann haben Sie Ihre Leidenschaft für die Soziale Reportagefotografie entdeckt?
Es war spät im Leben. Ich habe versucht über die Probleme im Zusammenhang mit Menschenrechten und wirtschaftlichen Konflikten meine Kamera zu fokussieren und damit diese Probleme weltweit publik zu machen.

Welches Ihrer Projekte öffnete die Tür zum professionellen Markt?
Ich arbeitete in Kongo für mehr als 15 Jahre für viele verschiedene Organisationen, aber die wichtigste war Human Rights Watch. Die Arbeit, die ich für die Organisation und mit ihr in der Region Zentralafrika getan habe, war höchst signifikant, um meine Fotografie effektiv zu machen.

Wer inspiriert Sie am meisten?
Menschenrechtsaktivisten in der ganzen Welt!

Wie würden Sie Ihren persönlichen Fotostil beschreiben?
Ich bin ein Humanist.

Was ist anspruchsvollste an der sozialen Dokumentar- oder Reportagefotografie?
Die Arbeit effektiv zu machen, um die richtigen Personen vor die Kamera zu bekommen und mit meinen Aufnahmen die richtigen Leute zu erreichen.

Welche Bedeutung messen Sie der gedruckten Präsentation Ihrer Kunstwerk bei?
Es ist enorm wichtig, da es die Art ist, wie ich vielen politischen Entscheidungsträgern auf der ganzen Welt meine Bilder präsentieren kann.

Welches ist Ihr Lieblingspapier von Hahnemühle und warum?©Marcus Bleasdale-Robert Capa Award 2015
Es ist für mich das Papier, mit dem ich Ergebnisse wie in einer Dunkelkammer-Prozess erreiche. Hahnemühle Papier ist wertig und luxuriös und gleichzeitig real.
Mein Papier der Wahl für das mit der Robert Capa Gold Medal 2015 ausgezeichnete Bild war Photo Rag® Pearl. (Es zeigt einen Jungen der christlichen Minderheit in der Zentralafrikanischen Republik, der durch von eine muslimische Minderheitsregierung ausgeplünderte, zu Grunde gerichtete, niedergebrannte Ruinenlandschaft läuft, Anmerkung der Red.)

Haben Sie einen Traum von einem Motiv oder einem Projekt, das Sie gerne einmal realisieren wollen?
Ich realisiere es bereits!

Was kommt als nächstes?
Mehr von dem, was ich gerade jetzt tue, hoffe ich.

Danke Marcus Bleasdale.

Mehr über den Fotografen und das mit der Robert Capa Gold Medialle 2015 ausgezeichnete Bild lesen Sie hier.

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