Es ist die tiefe Liebe für Filme und die Wertschätzung für ihre Regisseure, die die Kunstdrucke des Hamburger Design-Studios Stellavie von Steffen Heidemann und Viktoria Klein inspiriert haben. Für ihre Cineasten-Edition ist das Duo eine Partnerschaft mit Illustrator Julian Rentzsch eingegangen. Er zeichnete für die Filmfan-Edition meisterliche Porträts von Alfred Hitchcock, Martin Scorsese und David Lynch. In limitierter Auflage werden die Grafit-Zeichnungen auf William Turner Papier reproduziert. Die Edition ist eine beeindruckende Kombination aus Illustration, Typografie und einem außergewöhnlich schönen Inkjet-Papier aus 100 Prozent Baumwollfasern. Die Edition verbindet analoge, also zeichnerische Kunst, mit dem digitalen Fine Art-Druck. „It´s movie time!“ portraitiert einige der brillantesten Köpfe und ihre Arbeit aus der Geschichte des Films. Wir haben dazu Stellavie und Julian Rentzsch befragt.

Wann haben Sie Ihre Leidenschaft für Illustration, Grafikdesign und Drucktechnik entdeckt?

Wir haben alle drei schon früh angefangen, uns mit Gestaltung zu beschäftigen, zuerst eher leidenschaftlich und aus einer Neugierde heraus und dann anschließend erst beruflich. Oft sind es ja auch die ganz kleinen Sachen, die sich dann zu etwas größerem entwickeln. Julian hat früh angefangen, Graffiti zu malen und dann auch einige Auftragsarbeiten als Wandgestalter umgesetzt. Während des anschließenden Grafikdesign-Studiums wurde dann recht schnell deutlich, dass Illustration der eigentliche Schwerpunkt seiner Arbeit sein soll.

Steffen ist sehr jung über Spielereien mit einem Nadeldrucker und Etikettenpapier quasi zur Typografie und den ersten ganz kleinen „Produktionsabläufen“ gekommen — da gab es zwar buchstäblich nur eine Handvoll unterschiedlicher Fonts — mit diesen zu experimentieren war aber der erste Schritt, eine Leidenschaft für die Gestaltung zu entwickeln. Viktoria war schon immer eine Bastlerin, die sich ©Julian Rentzsch_Stellavie_Martin Scorsesemit den unterschiedlichsten Materialien vielseitig beschäftigt hat, für sie muss Design am Ende immer haptisch und direkt erfahrbar sein. Ihr Interesse an Materialien und ihr künstlerisches Talent führten dann sehr schnell zur Entscheidung, im Design-Bereich zu arbeiten. Kennengelernt haben wir uns im Studiengang Grafik- und Kommunikationsdesign in Hamburg. Dass wir irgendwann mal etwas zusammen produzieren würden, war eigentlich schon lange geplant.

Mit welchem Ihrer Projekte / Motive gelang Ihnen der internationale Durchbruch/ der Eintritt in den professionellen Markt?

Unabhängig voneinander haben wir alle bereits seit Mitte des Studiums professionelle Aufträge im Bereich Grafikdesign und Illustration für Drucksachen umgesetzt. Der eigentliche Durchbruch kam mit dem Verkauf eigener Drucke, der es uns ermöglichte, eigene Motive in einer Qualität zu produzieren, die unserem Anspruch an feine Papiere und hochwertige Drucktechniken gerecht wurde.

Haben Sie ein Idol oder jemanden, der Sie am meisten inspiriert hat?

Wir versuchen, einen offenen Blick auf die Dinge zu haben. Inspiration lässt sich überall finden, wenn man unvoreingenommen auf sie zugeht.

©Julian Rentzsch_Stellavie_Print DetailWie würden Sie Ihren künstlerischen Stil beschreiben?

Wir kombinieren gerne analoge und digitale Einflüsse. Es geht uns weniger um das eine Werkzeug, sondern mehr um das Verbinden unterschiedlicher Techniken und Ideen.

Was ist das Anspruchsvollste bei Ihrer Arbeit?

Das Wichtigste bei unserer Arbeit ist es, sich nicht vorschnell zufrieden zu geben, sondern immer wieder neu zu hinterfragen, nachzuhaken, Details zu optimieren, ggfs. auch noch einmal einen Schritt zur Seite zu machen und eine ganz neue Perspektive einzunehmen. Bei der reinen Auftragsarbeit ist es natürlich wichtig, auf die Identität und die Notwendigkeiten des Auftraggebers einzugehen und diese möglichst genau zu hinterfragen, um am Ende ein Projekt zu übergegeben, das eben nicht nur hübsch ist, sondern auch wirklich Sinn ergibt. Bei den eigenen, freien Projekten ist es unabdingbar, eine klare Vorstellung von der eigenen Idee und dem Ziel des Projekts zu entwickeln.

Welche Bedeutung hat die gedruckte Präsentation bzw. Vermarktung Ihrer Kunstwerke?

Unabhängig davon, wie durchdrungen unser Arbeitsstil inzwischen vom Digitalen ist, ist es uns dennoch immer wichtig, Ideen und deren Gestaltung auch haptisch „fassbar“ zu machen. Besonders bei Print-Projekten ist es natürlich unabdingbar, Ansätze und Entwürfe auch immer wieder als Druck zu sehen und zu bewerten. Ist die Schrift gut gesetzt, sind die Details der Illustration erkennbar, gehen Idee, Gestaltung und Haptik Hand in Hand?

Welches ist Ihr Lieblingspapier von Hahnemühle und warum?©Julian Rentzsch_Stellavie_Limited Edition

Derzeit ist William Turner unserer absoluter Liebling und Favorit. Wir mögen die sanfte, subtil strukturierte Oberfläche und den haptischen Eindruck, den es bei jeder Begegnung hinterlässt. Mit 190 g/qm ist es auch perfekt für unser momentan aktuelles ‚Movie Director Portrait Prints‘-Projekt, bei dem wir uns mit den ganz Großen des Kinos auseinandersetzen, zum Beispiel Hitchcock, Scorsese,  Lynch, Kubrick, etc…

Was planen Sie als Nächstes?

Als Nächstes haben wir einige Auftragsprojekte auf dem Zettel und die Fortsetzung unserer „Movie Director Portrait Prints“-Serie auf dem schönen Hahnemühle William Turner!

Die Webseiten von Stellavie und Julian Rentzsch sind verlinkt und hier macht ein Making-Of-Video Lust auf mehr.

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