Gastbeitrag von Martina Peters

„Ich male und zeichne – sehr klischeehaft – ’seit ich einen Stift halten kann‘. Da ich nie besonders gut darin war, mich in Worten auszudrücken, ging ich das Ganze seit jeher grafisch an. Zum Manga kam ich ganz klassisch durch die Trickfilmserie „Sailor Moon“. Mit der Erzählart ‘Manga’ hatte ich endlich eine Stilrichtung gefunden, die mich wirklich ansprach.“ Seitdem ist viel passiert und ich habe mein Können ausgebaut, verfeinert und erweitert. Zudem bin ich bei zwei Verlagen unter Vertrag und publiziere regelmäßig Comics im japanischen Stil.

Was Maltechniken angeht, bin ich relativ offen. Ich probiere alles einmal aus und mische Materialien. Vor einigen Jahren habe ich begonnen, meine Zeichnungen mit Aquarellfarbe zu versehen, um der klinisch wirkenden Sauberkeit entgegen zu wirken. Das gelang auch halbwegs, 2015-03-09 15.03.08aber ich war nie wirklich mit den Ergebnissen zufrieden. Auch nicht, als ich dazu überging die Aquarelle mit Alkoholmarkern nachzubearbeiten, Schatten dunkler zu machen etc. Ich konnte mit Aquarell einfach nicht dunkel oder kräftig kolorieren.

Durch einen befreundeten Kollegen kam ich vom preisgünstigen College-Block zu Echt-Bütten Papier von Hahnemühle. Aber alle meine Bilder waren immer noch zu hell oder die Farben zu sanft. Also mussten Farben her, die wasserfest trockneten. Flüssige Aquarellfarben machten alles nur noch schlimmer und Acrylfarben hatten nicht die richtige Leuchtkraft. Ich spielte mit dem Gedanken, als nächstes Schellack-Tuschen 2015-03-09 16.56.23auszutesten, als ich beim Aufräumen über ein altes Gläschen Seidenmalfarbe stolperte. Gelb war die einzige Farbe, die aus einem alten Basis-Kasten übrig geblieben war. Von einer Kollegin hatte ich ein Gläschen hautfarbener „Art Acryl Aqua“ geschenkt bekommen, die ich leider nie mit Aquarell mischen konnte, weil die Aquarellfarbe von der getrockneten Acrylfarbe abperlte. Aus purer Neugierde – und weil ich mich erinnerte, in der Vergangenheit schon einmal Seidenmalfarbe und flüssige Acrylfarbe gemischt zu haben – habe ich die Farben dann auf Herz und Nieren getestet. Und siehe da: Sie arbeiteten perfekt zusammen und trockneten beide (auch ohne Bügeln wie bei Seidenmalfarbe somnst üblich) wasserfest, sodass ich ohne Schwierigkeiten Farben dunkel und kräftig layern konnte.

Und nun zum Papier: Ein gutes Aquarellpapier muss für mich gewisse Fließeigenschaften der Farbe unterstützen. Es darf nicht zu viel Flüssigkeit aufsaugen, aber auch nicht für den Bodensee auf dem Bild sorgen. Da ich teilweise sehr fein und detailliert arbeite, sollte das Papier nicht zu rau sein. Zudem sollte es sich nicht zu stark wellen, wenn ich große Flächen anlege. Ich war erstaunt, dass das Echt-Bütten Aquarell Hahnemühle 200 trotz der geringen Grammatur von 200g/m² ziemlich glatt blieb, obwohl ich den gesamten Bogen von 50 x 65 cm erst einmal mit einem doch ziemlich nassen Grund-Blauton versehen habe.

Bestimmt gibt es noch andere Farben und Materialien, mit denen ich hätte arbeiten können. Ich möchte die Seidenmalfarben und auch das Hahnemühle Echt-Bütten Papier nicht mehr missen. Ich komme am besten damit klar und somit sind Seidenmalfarben auf Büttenpapier meine bevorzugte Maltechnik geworden.

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